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Tuesday, 30 June 2026
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Brüssel fordert von Spanien Erklärungen zu EU-Fonds für Madrid-Sevilla-Linie nach Adamuz-Unfall – keine Antwort erhalten

Die Europäische Kommission untersucht die 111-Millionen-Euro

Brüssel fordert von Spanien Erklärungen zu EU-Fonds für Madrid-Sevilla-Linie nach Adamuz-Unfall – keine Antwort erhalten
عبد الفتاح يوسف
2026-02-05
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Spanien - Ekhbary Nachrichtenagentur

Brüssel fordert von Spanien Erklärungen zu EU-Fonds für Madrid-Sevilla-Linie nach Adamuz-Unfall – keine Antwort erhalten

Ein kürzlicher Zugunfall in der Region Adamuz, Spanien, hat auf europäischer Ebene eine entschlossene Reaktion ausgelöst. Die Europäische Kommission hat die spanischen Behörden formell um detaillierte Erklärungen zur Verwendung der EU-Fördermittel gebeten, die für die Modernisierung der strategischen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla bestimmt waren. Quellen innerhalb der EU-Exekutive bestätigten der spanischen Zeitung "El Mundo", dass die zuständigen Behörden um "Daten zur Projektdurchführung" gebeten wurden, bisher jedoch keine zufriedenstellende Antwort erhalten haben.

Die EU hatte im Jahr 2023 Mittel in Höhe von 111 Millionen Euro für die Erneuerung dieser lebenswichtigen Infrastruktur bereitgestellt. Die Kommission hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Strecke, obwohl für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h ausgelegt und derzeit mit maximaler Kapazität betrieben, technologisch im Vergleich zu modernen Hochgeschwindigkeitsnetzen in Europa veraltet sei. Die Investition zielte auf eine notwendige Modernisierung ab.

Die Informationsanfrage der Kommission wurde Berichten zufolge nach dem Unfall in Adamuz initiiert. EU-Vertreter betonten, dass nach Erhalt der angeforderten Daten eine Bewertung der spanischen Antwort erfolgen werde. Diese Quellen erklärten gegenüber "El Mundo": "Nach dem Unfall in Adamuz hat die Kommission die spanischen Behörden gebeten, Daten über den Stand der Projektdurchführung zu liefern. Nach deren Erhalt wird die Antwort der spanischen Behörden bewertet." Sie fügten hinzu: "Wir warten auf eine offizielle Antwort."

Bei der Genehmigung der 111 Millionen Euro hatte die Kommission angemerkt, dass die Strecke für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h ausgelegt sei und derzeit mit maximaler Leistung arbeite. Sie bestätigte auch, dass seit 1992 durchgeführte Projekte die Servicequalität verbessert und hohe Sicherheitsstandards aufrechterhalten hätten. Dennoch fügte die Kommission hinzu: "Angesichts der jüngsten technologischen Fortschritte ist die Strecke jedoch im Vergleich zum Rest des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes veraltet." Der jüngste Unfall hat die Dringlichkeit für Brüssel erhöht, den aktuellen Stand des Projekts, die Verwendung der zugewiesenen Mittel und die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen zu verstehen.

Die Kommission bekräftigte, dass "jede Investition, die durch europäische Mittel unterstützt wird, den geltenden nationalen und EU-Rechtsvorschriften entsprechen muss." Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass das "Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Sevilla zwei EU-Finanzierungsperioden [2014-2020 und 2021-2027] umfasst und bis Ende 2030 durchgeführt werden kann." Dieser lange Durchführungszeitraum impliziert eine kontinuierliche Überwachung des Arbeitsfortschritts.

Die Untersuchung der Europäischen Kommission findet auch vor dem Hintergrund wachsenden politischen Drucks der spanischen Volkspartei (PP) in Brüssel statt. Die Delegation der PP innerhalb der Europäischen Volkspartei (EVP) hat nicht nur Fragen zur Veralterung der Strecke an die EU gerichtet, sondern auch auf eine Bewertung der Europäischen Investitionsbank (EIB) aus dem Jahr 2022 verwiesen, die besagt, dass die Madrid-Sevilla-Linie "am Ende ihrer Nutzungsdauer" sei.

PP-Quellen berichteten, dass die EIB ADIF (der spanischen nationalen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft) eine Hilfe von 90 Millionen Euro für die Renovierung gewährt habe. Diese Quellen behaupten, dass diese Informationen in den offiziellen Unterlagen der EIB verzeichnet sind, die am 25. März 2022 einen Kredit von 90 Millionen Euro an ADIF Alta Velocidad zur Unterstützung dieser Eisenbahninfrastruktur vergeben hat. Zu diesen 90 Millionen Euro kommen die 111 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln hinzu, die 2023 auf derselben Strecke investiert wurden – Zahlen, die die PP laut eigener Aussage durch ihre Arbeit offengelegt hat.

Die PP besteht darauf, dass in den Projektdokumenten der EIB angegeben ist, dass das Ziel der Finanzierung darin bestand, die hohen Standards der "Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit" aufrechtzuerhalten, die für solche kritischen Infrastrukturen erforderlich sind. Die Partei fügte hinzu, dass "das Projekt die Notwendigkeit identifiziert habe, die Tiefbauarbeiten, die Gleise, die Elektrifizierung, die Signal- und Telekommunikationssysteme zu erneuern sowie das europäische Eisenbahnverkehrsmanagementsystem einzuführen, gerade wegen der Alterung der wesentlichen Elemente der seit 1992 in Betrieb befindlichen Strecke".

Diese laufende Untersuchung wirft wichtige Fragen zur Verwaltung von EU-Fördermitteln, zur Infrastrukturplanung und zur Transparenz von Prozessen auf. Während Spanien diese Untersuchung durchläuft, liegt der Fokus weiterhin auf Transparenz, der Einhaltung von EU-Vorschriften und der Gewährleistung der langfristigen Sicherheit und Effizienz seines wichtigen Eisenbahnnetzes.

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