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Saturday, 14 February 2026
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Wunderbare Flucht: Filmemacher berichtet von 28 qualvollen Stunden in einem aktiven Vulkan

Eine atemberaubende Überlebensgeschichte einer Filmcrew, die

Wunderbare Flucht: Filmemacher berichtet von 28 qualvollen Stunden in einem aktiven Vulkan
Ekhbary
4 days ago
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Hawaii - Ekhbary Nachrichtenagentur

Wunderbare Flucht: Filmemacher berichtet von 28 qualvollen Stunden in einem aktiven Vulkan

In einer Geschichte, die den Glauben übersteigt, überlebte Christopher Duddy, ein stellvertretender Kameramann, einen katastrophalen Hubschrauberabsturz, der ihn und seine Crew 28 qualvolle Stunden lang im aktiven Kīlauea-Vulkan auf Hawaii gefangen hielt. Was im November 1992 als routinemäßiges, wenn auch gewagtes, filmisches Vorhaben begann, entwickelte sich schnell zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben gegen erstickende Vulkandämpfe, sengende Hitze und die ständige Bedrohung durch geschmolzene Lava.

Die Crew, bestehend aus Duddy, dem erfahrenen Piloten Craig Hosking und dem Kameramann Mike Benson, war vor Ort, um dramatische Aufnahmen für den Erotik-Thriller "Sliver" aus dem Jahr 1993 zu machen. Ihre Mission bestand darin, gefährlich tief über dem Puʻu ʻŌʻō-Schlot des Kīlauea zu fliegen, um das faszinierende, aber tödliche Spektakel der brodelnden Lava und der ätherischen Rauchfahnen, die aus dem feurigen Kern der Erde aufstiegen, zu filmen. Duddy erinnert sich lebhaft an den klaren hawaiianischen Tag, als er eine korkenzieherartige Rauchspur hinter ihrem Hubschrauber sah, ein Moment, in dem er dachte: "Ich kann nicht glauben, dass ich dafür bezahlt werde." Es war ein Zeugnis der rohen Schönheit und der inhärenten Gefahr ihres Berufs.

Der Produktionsplan war eng, unter dem Druck eines bevorstehenden großen Sturms. Das Team sammelte fleißig so viele Küstenaufnahmen wie möglich, um die lebhaften Regenwälder Hawaiis und den strahlend blauen Ozean im Kontrast zu den kargen schwarzen Lavaströmen zu zeigen. Doch als sie ein zweites Mal über den Puʻu ʻŌʻō-Schlot flogen, versagte der Hubschraubermotor mit brutaler Plötzlichkeit. Sofort umhüllte dichter Vulkanrauch das Flugzeug, reduzierte die Sicht drastisch und stürzte sie in eine furchterregende, undurchsichtige Welt.

Duddy, dessen Augen instinktiv von den Kameramonitoren absprangen, blickte durch die offenen Türen. Die schreckliche Realität wurde klar: Sie rasten direkt auf eine steile Klippe zu. Der Aufprall war ohrenbetäubend; die Rotorblätter, der Mechanismus ihres Fluges, scherten bei dem heftigen Aufprall ab. In einer albtraumhaften Sequenz geriet der Hubschrauber, nun eine abstürzende Metallhülle, in einen unkontrollierten freien Fall. Die Zeit schien sich zu verzerren, sich in eine Ewigkeit zu dehnen, während sie einem unbekannten Schicksal entgegenstürzten.

Durch ein Wunder, oder vielleicht als Zeugnis von Hoskings unglaublicher Geschicklichkeit selbst in einem versagenden Fluggerät, landete der Hubschrauber aufrecht auf seinen Kufen, gefährlich auf einem schmalen Felsvorsprung innerhalb der Vulkankaldera. Die unmittelbaren Folgen waren verschwommen. Hosking, obwohl am Leben, hatte eine erhebliche Wunde über seinem Auge, Blut strömte über sein Gesicht. Duddy und Benson waren ebenfalls am Leben, wenn auch erschüttert und desorientiert. "Wir haben nicht einmal gemerkt, wo wir waren, als wir raussprangen", erzählte Duddy. "Dann begannen wir uns umzusehen und stellten fest, dass wir im Vulkan waren, etwa 50 Meter vom Lavasee entfernt." Die Nähe zum geschmolzenen Herzen der Erde war eine erschreckende Erkenntnis, die ihre Erleichterung in eine neue Welle des Terrors verwandelte.

Ihre Tortur war noch lange nicht vorbei. Die Luft wurde dick von schädlichen Dämpfen, einem erstickenden Cocktail aus Schwefel und anderen Vulkangasen. Duddy beschrieb, wie seine Augen intensiv vom Schwefel brannten, der die Luft mit dem stechenden, unverkennbaren Geruch von faulen Eiern erfüllte. Alle drei Männer husteten unkontrolliert, ihre Lungen brannten bei jedem flachen Atemzug. Die immense Hitze, die vom kochenden Lavasee unter ihnen ausging, war spürbar, selbst durch die Sohlen von Duddys Schuhen. Bei jedem Schritt stieg Rauch gespenstisch aus ihren Fußspuren auf, eine deutliche Erinnerung an den volatilen Boden unter ihnen. Gefangen und einer unmittelbaren Bedrohung ihres Lebens ausgesetzt, war ihr einziger gangbarer Fluchtweg eine beängstigende 300 Fuß hohe Klippe, ein fast senkrechter Aufstieg, der in ihrem geschwächten Zustand und der toxischen Umgebung unüberwindbar schien.

Die folgenden 28 Stunden waren ein Zeugnis menschlicher Widerstandsfähigkeit. Im Kampf gegen Erschöpfung, die korrosiven Dämpfe und den ständigen psychologischen Druck ihres gefährlichen Standorts musste die Crew eine Strategie zum Aufstieg entwickeln. Die Geschichte von Christopher Duddy, Craig Hosking und Mike Benson ist eine deutliche Erinnerung an die extremen Risiken, die im Streben nach filmischer Kunst eingegangen werden, und an den unglaublichen Überlebenswillen, wenn man mit den gewaltigsten Kräften der Natur konfrontiert wird. Ihre wunderbare Flucht aus dem feurigen Schlund des Kīlauea bleibt ein fesselndes Kapitel in den Annalen der Überlebensgeschichten, das die unvorhersehbare Kraft aktiver Vulkane und die pure Entschlossenheit derer hervorhebt, die es wagen, sich ihnen zu nähern.

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