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Monday, 23 February 2026
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Liebevolle männliche Mäuseväter teilen eine genetische Signatur, wie eine neue Studie zeigt

Forschung an afrikanischen Streifenmäusen deutet darauf hin,

Liebevolle männliche Mäuseväter teilen eine genetische Signatur, wie eine neue Studie zeigt
7DAYES
22 hours ago
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USA - Ekhbary Nachrichtenagentur

Liebevolle männliche Mäuseväter teilen eine genetische Signatur, wie eine neue Studie zeigt

In einer faszinierenden Enthüllung aus dem Tierreich hat eine neue Studie eine potenzielle genetische Signatur aufgedeckt, die mit den Fürsorgeinstinkten männlicher afrikanischer Streifenmäuse verbunden ist. Diese kleinen Nagetiere zeichnen sich durch ihr relativ hohes Maß an väterlicher Fürsorge aus, eine Eigenschaft, die bei Säugetieren ungewöhnlich ist. Die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie legt nahe, dass ein einzelnes Gen namens 'Agouti' die Neigung männlicher Mäuse zur Fürsorge für ihre Nachkommen erheblich beeinflussen könnte.

Väterliche Fürsorge ist in der Säugetierwelt eine Seltenheit. Schätzungen zufolge beteiligen sich nur etwa 3 bis 5 Prozent der Väter aktiv an der Aufzucht ihres Nachwuchses. Die afrikanische Streifenmaus (Rhabdomys pumilio) sticht jedoch als Ausnahme hervor, wobei Männchen häufig hingebungsvolles Elternverhalten zeigen, einschließlich Fellpflege, Fütterung und Schutz der Jungen. Diese Abweichung von der Norm hat Wissenschaftler seit langem fasziniert, die die biologischen Grundlagen eines solchen Verhaltens verstehen wollen.

Unter der Leitung von Dr. Forrest Rogers, einem Postdoktoranden an der Princeton University und Hauptautor der Studie, untersuchte das Forschungsteam die Gehirne männlicher afrikanischer Streifenmäuse. Ihre Untersuchungen deckten eine überzeugende Korrelation zwischen den Expressionsniveaus des Agouti-Gens und dem väterlichen Verhalten auf. Die Ergebnisse zeigten, dass Männchen mit aggressiveren Tendenzen tendenziell eine höhere Agouti-Genexpression aufwiesen als diejenigen, die fürsorglichere Verhaltensweisen gegenüber Jungtieren zeigten. Darüber hinaus führte die experimentelle Aktivierung des Agouti-Gens bei fürsorglichen männlichen Mäusen zu erhöhter Aggressivität gegenüber den Jungen, was seine potenzielle Rolle bei der Modulation des sozialen und elterlichen Verhaltens unterstreicht.

Die Studie hob auch das Zusammenspiel zwischen Genetik und Umwelt hervor. Männliche Mäuse, die in sozialen Gruppen lebten, wiesen eine höhere Agouti-Genexpression auf als Einzelgänger. Diese Beobachtung legt nahe, dass Umweltfaktoren wie Ressourcenverfügbarkeit oder Bevölkerungsdichte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Fürsorgeinstinkte innerhalb der Art spielen könnten.

Dr. Catherine Peña, außerordentliche Professorin für Neurowissenschaften an der Princeton University und leitende Autorin der Studie, betonte die Bedeutung dieser Ergebnisse. Sie erklärte, dass die männlichen Mäuse "alles haben, was sie brauchen, um gute Väter zu sein", und fügte hinzu: "Wir fanden nicht, dass sie neue Schaltkreise benötigten. Wir fanden nicht, dass sie eine einzigartige Evolution von Zellen im Gehirn hatten, die sie brauchten, um Väter zu sein." Stattdessen deutet die Forschung darauf hin, dass "es optimale Bedingungen geben kann, um die beste Elternschaft zu fördern."

Diese Forschung stellt einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der neurobiologischen Ursprünge des elterlichen Verhaltens dar. Während die Neurobiologie der Mutterschaft relativ gut erforscht ist, bleibt die väterliche Fürsorge ein weniger erforschtes Gebiet. Die Entdeckung, dass Agouti – ein Gen, das hauptsächlich für seine Rolle bei der Pigmentierung und dem Stoffwechsel bekannt ist – am väterlichen Instinkt beteiligt sein könnte, war für viele Experten eine Überraschung, darunter Professor Christian Broberger von der Universität Stockholm, der die Ergebnisse als "wichtigen Schritt nach vorn" für das Fachgebiet bezeichnete.

Obwohl die Schlussfolgerungen der Studie spezifisch für Mäuse sind, bieten sie wertvolle Hinweise auf die potenziellen neurobiologischen Mechanismen, die die väterliche Fürsorge bei männlichen Säugetieren steuern. Dr. Peña warnte davor, diese Ergebnisse direkt auf menschliche Väter zu übertragen oder einfache Lösungen für die Elternschaft vorzuschlagen. Zukünftige Forschungsarbeiten könnten jedoch untersuchen, ob ähnliche neurobiologische Wege bei anderen Arten existieren, und so unser Verständnis der evolutionären Entwicklung von Sozialverhalten und familiärer Fürsorge im gesamten Tierreich erweitern.

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