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Saturday, 14 February 2026
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Exklusiv: Trump spricht sich gegen israelische Annexionen im Westjordanland aus

Präsident bekräftigt Haltung vor Netanyahus Washington-Besuc

Exklusiv: Trump spricht sich gegen israelische Annexionen im Westjordanland aus
Ekhbary
3 days ago
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Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur

Exklusiv: Trump spricht sich gegen israelische Annexionen im Westjordanland aus

US-Präsident Donald Trump hat seine Ablehnung jeglicher israelischer Schritte zur Annexion von Gebieten im besetzten Westjordanland erneut bekräftigt. Dies teilte er in einem exklusiven Interview mit dem Nachrichtenportal Axios am Dienstag mit. Die Äußerungen erfolgen zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem sich die regionalen Spannungen verschärfen und Israel Politiken verfolgt, die den Status quo grundlegend verändern könnten.

Die Äußerungen des Präsidenten erfolgten nur wenige Tage nach der Genehmigung einer neuen Politik durch das israelische Sicherheitskabinett, die weithin als bedeutender Schritt in Richtung einer De-facto-Annexion interpretiert wird. Diese Entwicklung, die internationale Aufmerksamkeit erregt hat, zielt darauf ab, die israelische Kontrolle über erhebliche Gebiete des Westjordanlandes auszudehnen, einschließlich Regionen, die derzeit von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Was Trump sagt:

Auf die jüngste israelische Maßnahme angesprochen, vermied Präsident Trump Kommentare zu den spezifischen Details der neuen Politik. Er bekräftigte jedoch unmissverständlich seine Haltung: „Ich bin gegen die Annexion.“ Er erläuterte weiter seine Sicht auf die aktuelle Situation und bemerkte: „Wir haben jetzt schon genug Dinge zu bedenken. Wir müssen uns nicht mit dem Westjordanland auseinandersetzen“, was darauf hindeutet, dass solche Maßnahmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt erfolgen und die ohnehin schon komplexe politische und sicherheitspolitische Landschaft weiter erschweren könnten.

Israels Vorgehen und seine Auswirkungen:

Die am Sonntag vom israelischen Sicherheitskabinett genehmigten Maßnahmen stellen eine erhebliche Ausweitung der israelischen Kontrolle über das Westjordanland dar. Diese Schritte, die laut Beobachtern offenbar gegen die Oslo-Abkommen verstoßen, sollen den Landerwerb durch jüdische Siedler im Westjordanland erleichtern und die israelische Polizei ermächtigen, Häuser in Gebieten unter der Gerichtsbarkeit der Palästinensischen Autonomiebehörde abzureißen. Diese Maßnahmen untergraben, neben anderen, zunehmend die Aussichten auf einen unabhängigen palästinensischen Staat und erschweren die Umsetzbarkeit einer Zwei-Staaten-Lösung.

Ein Streitpunkt:

Die jüngsten Entscheidungen des israelischen Kabinetts scheinen früheren Bitten von Präsident Trump und seinen Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff zu widersprechen. Bei einem Treffen im Dezember hatten Kushner und Witkoff den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu aufgefordert, die Situation im Westjordanland zu deeskalieren – eine Forderung, die die jüngsten Entscheidungen offenbar ignorieren.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird am Mittwoch Washington besuchen. Die Agenda dieses Besuchs wird voraussichtlich hauptsächlich auf den Iran ausgerichtet sein. Angesichts der jüngsten Entwicklungen bleibt ungewiss, ob die Trump-Administration das Thema Annexion während dieses wichtigen Besuchs mit Netanjahu ansprechen wird.

Hinter den Kulissen:

US-Beamte teilten Axios mit, dass sie Bedenken hinsichtlich der Entscheidung des israelischen Kabinetts haben und deren Auswirkungen aktiv prüfen. Ein Beamter des Weißen Hauses betonte, dass „ein stabiles Westjordanland Israel Sicherheit bietet und mit dem Ziel dieser Regierung, Frieden in der Region zu erreichen, im Einklang steht.“ Diese offizielle Haltung unterstreicht tiefgreifende amerikanische Besorgnis über alle Maßnahmen, die das Westjordanland destabilisieren und die Friedensperspektiven gefährden könnten.

Die Äußerungen von Präsident Trump, obwohl er sich nicht zu Details geäußert hat, spiegeln die Ansicht der US-Regierung wider, dass die Annexion nicht der richtige Weg zur Erreichung von Stabilität oder Frieden ist. Diese Bemerkungen erfolgen zu einer Zeit, in der die Diskussionen über die Zukunft des Westjordanlandes intensiviert werden und die Auswirkungen von Siedlungspolitik und Annexion auf die Lebensfähigkeit eines palästinensischen Staates zunehmend besorgniserregend sind. Trumps Haltung stellt eine Herausforderung für bestimmte Fraktionen innerhalb der israelischen Regierung dar, die sich für die israelische Souveränität über Teile des Westjordanlandes einsetzen.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die unterschiedlichen Perspektiven zwischen der US-Regierung und bestimmten Elementen der israelischen Regierung hinsichtlich des Ansatzes zur Palästinenserfrage. Während sich Trump auf die Erzielung eines „Jahrhundertdeals“ konzentriert, scheinen einige israelische Entscheidungen in eine Richtung zu gehen, die diesen erklärten Zielen widerspricht. Der bevorstehende Besuch Netanjahus in Washington wird eine Gelegenheit bieten, das Ausmaß zu bewerten, in dem die beiden Verwaltungen ihre Positionen aufeinander abstimmen und Differenzen bei grundlegenden Fragen überbrücken können, die die Zukunft des Nahen Ostens beeinflussen.

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