Ekhbary
Saturday, 14 February 2026
Breaking

Trump-Regierung verklagt Harvard wegen Zugang zu Zulassungsunterlagen zur Rassenzugehörigkeit

Das Justizministerium reicht eine Bundesklage ein, um die Ei

Trump-Regierung verklagt Harvard wegen Zugang zu Zulassungsunterlagen zur Rassenzugehörigkeit
7dayes
3 hours ago
4

Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur

Neue Klage: Trump-Regierung fordert Harvard zur Herausgabe von Zulassungsunterlagen zur Rassenzugehörigkeit auf

Washington D.C. - In einer bedeutenden juristischen Eskalation hat das US-Justizministerium, im Namen der Trump-Regierung, eine neue Klage gegen die Harvard University eingereicht. Die am Freitag beim Bundesgericht in Boston eingereichte Beschwerde wirft der renommierten Institution vor, nicht mit einer föderalen Untersuchung zusammenzuarbeiten und Dokumente zurückzuhalten, die für das Verständnis ihrer Zulassungspraktiken von entscheidender Bedeutung sind, insbesondere in Bezug auf die Berücksichtigung von Rasse.

Die Klage konzentriert sich auf die Einhaltung der wegweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von 2023 durch die Universität, die rassistische Affirmative-Action-Politiken bei der Zulassung zu Hochschulen für verfassungswidrig erklärte. Anwälte des Justizministeriums argumentieren, dass die angeforderten Dokumente unerlässlich sind, um festzustellen, ob Harvard diese entscheidende richterliche Anordnung befolgt und ob es Praktiken eingestellt hat, die die Rasse eines Bewerbers im Zulassungsprozess berücksichtigen.

Laut Gerichtsunterlagen hat das Justizministerium sein Ziel ausdrücklich dargelegt: "ausschließlich Harvard zu zwingen, Dokumente im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Rasse bei Zulassungen bereitzustellen." Wichtig ist, dass das Ministerium klargestellt hat, dass die Klage "Harvard keines diskriminierenden Verhaltens beschuldigt, noch verlangt sie Schadensersatz oder den Widerruf von Bundesmitteln." Diese Unterscheidung legt nahe, dass sich die Regierung auf die Einhaltung von Verfahren und die Sammlung von Informationen konzentriert und nicht auf sofortige Strafmaßnahmen.

Vertreter der Harvard University haben auf Anfragen von Nachrichtenagenturen nach Kommentaren noch keine unmittelbare Antwort gegeben, was eine übliche Praxis ist, wenn sie mit Rechtsstreitigkeiten konfrontiert werden. Es wird erwartet, dass die Universität die Beschwerde gründlich prüft, bevor sie ihre offizielle Haltung formuliert.

Dieser Rechtsstreit ist Teil eines breiteren Musters von Überprüfung und Maßnahmen durch die Trump-Regierung, die auf Elite-Universitäten in den USA abzielen. Der ehemalige Präsident hat diese Institutionen häufig kritisiert und ihnen vorgeworfen, "antisemitische und extremistische linke Ideologien" zu beherbergen. Anfang dieses Monats deuteten Berichte darauf hin, dass die Trump-Regierung bis zu 1 Milliarde US-Dollar von Harvard gefordert hatte, um Untersuchungen seiner Politik abzuschließen, obwohl auch angedeutet wurde, dass er von dieser spezifischen Forderung abrücken könnte. Diese Klage deutet darauf hin, dass der Druck, wenn auch über andere Kanäle, anhält.

Die Strategie der Regierung umfasste das Einfrieren von Bundesmitteln für verschiedene Universitätsinitiativen, wobei Bedenken von pro-palästinensischen Protesten und Klimapolitik bis hin zu Transgender-Themen und Praktiken der Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI) angeführt wurden. In einem bemerkenswerten Fall im letzten Jahr widerrief die Regierung Hunderte von Forschungsstipendien, die Harvard-Gelehrten gewährt wurden, mit der Begründung, die Universität habe nicht genügend Maßnahmen ergriffen, um antisemitische Belästigungen auf dem Campus zu bekämpfen. Dieser jüngste Schritt veranlasste Harvard, selbst eine Klage gegen die Regierung einzureichen.

Die finanziellen Auswirkungen dieser Maßnahmen waren erheblich. Harvard berichtete im vergangenen Juli, dass die Auswirkungen auf seinen Haushalt aufgrund der Kampagne der Regierung jährlich 1 Milliarde US-Dollar erreichen könnten. Die rechtliche Reaktion der Universität auf einige dieser Maßnahmen führte dazu, dass ein Richter entschied, dass die Regierung mehr als 2 Milliarden US-Dollar an Forschungsgeldern, die Harvard gewährt wurden, rechtswidrig beendet hatte. Dies deutet auf einen komplexen und andauernden Rechtsstreit zwischen der Universität und der Bundesregierung hin.

Über Harvard hinaus hat die Regierung auch mit anderen Ivy-League-Institutionen interagiert. Es wurden Vereinbarungen mit den Universitäten Columbia und Brown getroffen, die Berichten zufolge bestimmten Forderungen der Regierung nachgekommen sind. Dies deutet auf einen koordinierten Ansatz bei den Bemühungen der Regierung hin, die Universitätspolitik zu beeinflussen.

Die Klage gegen Harvard unterstreicht die tiefen Spaltungen und laufenden Debatten über positive Diskriminierung, Diversitätsinitiativen und die Rolle von Rasse bei der Zulassung zu Hochschulen, insbesondere in der Ära nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. Der Ausgang dieses Falles könnte erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie Universitäten im ganzen Land Zulassungen angesichts der neuen rechtlichen Landschaft navigieren.

Tags: # Harvard # Trump-Regierung # Klage # Rasse # Zulassung # Vielfalt # positive Diskriminierung # Justizministerium # Oberster Gerichtshof # Bundesfinanzierung