Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur
Das erwartete Treffen zwischen der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen und dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, in Kalifornien hat diese Woche die geopolitischen Spannungen verschärft und eine rasche Warnung aus Peking hervorgerufen. China hat geschworen, „entschlossen zurückzuschlagen“ gegen das, was es als Verletzung seiner Souveränität betrachtet, und damit seine starke Reaktion auf den Besuch der damaligen Sprecherin Nancy Pelosi in Taipeh im letzten Jahr wiederholt. Analysten vermuten jedoch, dass Peking diesmal vorsichtiger agieren könnte, angesichts einer komplexen internationalen Landschaft und einer bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Taiwan.
Während die Begegnung im letzten Jahr zu beispiellosen Militärübungen um Taiwan und einem Einfrieren der US-chinesischen Kommunikation in kritischen Fragen führte, glauben Experten, dass China diesmal mehr durch eine Überreaktion zu verlieren hat. Der derzeitige prekäre Zustand der US-chinesischen Beziehungen, die bereits durch Streitigkeiten über Überwachungsballons und Halbleiterlieferketten belastet sind, fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Eine übermäßig aggressive Reaktion könnte Peking global weiter isolieren und entscheidende diplomatische Kanäle destabilisieren. Präsidentin Tsai hat ihrerseits Taiwans Engagement bekräftigt, sich mit gleichgesinnten Demokratien zu engagieren, unbeeindruckt von externem Druck. Der Ort des Treffens in Kalifornien und nicht in Taiwan könnte Peking auch einen Weg zu einer gemäßigteren Reaktion bieten und eine weitere Eskalation in der volatilen Taiwanstraße verhindern.
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