Region - Ekhbary Nachrichtenagentur
Experten für maritime Sicherheit warnen die Schifffahrtsbranche vor einem neuen Kryptowährungsbetrug, der die volatile Situation rund um die Straße von Hormuz ausnutzt. Betrüger, die sich als iranische Behörden ausgeben, kontaktieren angeblich Reedereien und fordern „Transitgebühren“ in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Tether für die Durchfahrt durch die kritische Wasserstraße. Diese Taktik nutzt die Verwirrung und die erhöhten Risiken aus, die mit der Straße verbunden sind, einem wichtigen Nadelöhr für die weltweite Öl- und LNG-Versorgung.
Eine auf Risikomanagement spezialisierte Firma, MARISKS, gab am 20. April eine Warnung heraus und wies darauf hin, dass mindestens ein Schiff am 18. April Opfer eines solchen Betrugs geworden sein könnte. Das Schiff wurde von iranischen Militärkräften beschossen und zur Umkehr gezwungen, nachdem es angeblich eine betrügerische Nachricht erhalten hatte, die sicheren Durchgang versprach. Der Vorfall unterstreicht das gefährliche Umfeld für die rund 2.000 Schiffe und 20.000 Seeleute, die derzeit die stark befahrene Wasserstraße passieren. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen schaffen ein Umfeld, das von kriminellen Elementen ausgenutzt wird, um gefährdete Schifffahrtsbetriebe zu betrügen.
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