Russland - Ekhbary Nachrichtenagentur
Am 22. Januar 2026 erlebte Russland eine weitere Welle von Störungen, die die beliebte Messaging-Anwendung Telegram betrafen, wie Daten des Dienstes Downdetector belegen. Nutzer im ganzen Land stoßen auf zunehmende Schwierigkeiten beim Senden von Textnachrichten und beim Hochladen von Multimedia-Dateien wie Fotos und Videos. Über 900 Störungsmeldungen wurden in den letzten 24 Stunden von der Plattform registriert, wobei sich die jüngsten Beschwerden in den letzten Stunden auf Regionen wie Jamal-Nenzen, Moskau und das Gebiet Saratow konzentrierten.
Diese wiederkehrenden Störungen sollen mit Maßnahmen des Föderalen Dienstes für die Aufsicht über die Kommunikation, Informationstechnologie und Massenmedien (Roskomnadzor) zusammenhängen. Die Behörde hatte im August 2025 die Sprachanrufe auf Telegram und WhatsApp eingeschränkt und im Oktober "teilweise Einschränkungen" für beide Plattformen erlassen. Offiziell werden diese Maßnahmen auf die angebliche Nutzung dieser Messenger durch Betrüger und die Nichteinhaltung der russischen Gesetzgebung zur Bekämpfung krimineller Aktivitäten zurückgeführt.
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Seit der Einführung dieser Beschränkungen sind Serviceunterbrechungen zur Regel geworden. Im Dezember stieg die Zahl der Nutzerbeschwerden, obwohl die Aufsichtsbehörde erklärte, dass keine neuen Einschränkungen verhängt wurden. Am 16. Januar tauchten Berichte über angebliche zusätzliche Beschränkungen auf, doch Roskomnadzor dementierte diese Informationen in einem Kommentar gegenüber Hi-Tech Mail. Die Situation unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem Betrieb der Plattform und der russischen staatlichen Aufsicht.
In einer verwandten Entwicklung erklärte das Föderationsratsmitglied Artyom Scheikin am Vortag, dass Russland konsequent Beschränkungen für Plattformen verhänge, die sich nicht an das russische Recht halten. Präsident Wladimir Putin hat zuvor den Einfluss von Messengern auf die junge Zielgruppe kommentiert. Sergei Bojarski, Leiter des Duma-Ausschusses für Informationspolitik, sprach über mögliche Bedingungen für eine vollständige Sperrung der Plattform. Trotz dieser Bedenken glauben die Behörden angeblich, dass der Messenger weiterhin im Land tätig sein wird. Ekhbary Portal