Ekhbary Nachrichtenagentur
Texas — Ein Tesla Model 3 war Berichten zufolge in einen tödlichen Unfall in Texas verwickelt, bei dem eine Frau ums Leben kam. Dies wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheit der Autopilot-Fahrfunktion des Elektroautoherstellers.
Unfallhergang und Ermittlungen
Am 19. Juni fuhr ein Fahrer in einem Tesla Model 3 in ein texanisches Haus und tötete eine 76-jährige Bewohnerin. Laut den Behörden des Harris County Sheriff benutzte der Fahrer ein „automatisiertes Fahrassistenzsystem“, das offenbar nicht in der Lage war, die Spur zu halten, und stattdessen mit tödlicher Geschwindigkeit in die Residenz fuhr. Berichten zufolge zeigte der Fahrer keine Anzeichen von Drogen- oder Alkoholeinfluss. Es ist noch nicht bestätigt, ob der Fahrer vor dem Aufprall versucht hatte zu bremsen oder den Autopilot-Modus zu deaktivieren.
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Regulatorische Bedenken und Branchenentwicklungen
Tesla sah sich bereits in der Vergangenheit mehreren rechtlichen Auseinandersetzungen bezüglich seiner Flotte von selbstfahrenden Fahrzeugen und Robotaxis gegenüber. Eine Entscheidung aus dem Jahr 2025 befand das Unternehmen in Florida teilweise für verantwortlich für einen tödlichen Autopilot-bezogenen Unfall. Tage vor dem jüngsten Unfall in Texas warfen europäische Verkehrssicherheitsbehörden Tesla vor, die Sicherheitsbilanz von FSD-Fahrzeugen (Full Self-Driving Capability) in Dokumenten, die den Regulierungsbehörden in der Schweiz und den Niederlanden vorgelegt wurden, übertrieben darzustellen. Das Dokument deutete an, dass FSD-Flotten in den USA „32.000 Leben gerettet und 1,9 Millionen Verletzungen verhindert“ haben könnten, doch unabhängige Forscher bezeichneten die Behauptungen als irreführend.
Während autonome Fahrzeugflotten in den USA schnell expandieren, bleiben viele Nutzer skeptisch hinsichtlich ihrer Sicherheit. Am 18. Juni kündigte der Robotaxi-Riese Waymo den Rückruf von 3.900 Fahrzeugen an, nachdem mehrere Vorfälle in Arizona und Kalifornien zeigten, dass die selbstfahrende Software der Fahrzeuge Rampensperrungen und Baustellen nicht erkannte. Offenbar ist der Weg zur vollkommen sicheren autonomen Fahrt noch weit.