Ekhbary Nachrichtenagentur | 2026-05-12
Katy, Texas — Ein tödlicher Unfall am Wochenende, bei dem ein Tesla in ein Ziegelhaus in Katy, Texas, fuhr und eine 76-jährige Frau tötete, hat erneut Alarme bezüglich der Fahrassistenztechnologie des Unternehmens ausgelöst. Am Montagnachmittag begann Tesla, sich gegen die Darstellung des Vorfalls zu wehren.
Unfallhergang und Teslas Darstellung
Der Unfall ereignete sich am Freitagabend, als ein Tesla Model 3, gefahren von Michael Butler, von der Straße abkam und in das Haus von Martha Avila einschlug. Avila wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und später für tot erklärt. Butler teilte den stellvertretenden Sheriffs des Harris County mit, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls im Autopilot-Modus gewesen sei. Dieses Detail verbreitete sich schnell und wurde am Wochenende zum Mittelpunkt einer langjährigen Debatte über Teslas Autopilot- und Full Self-Driving (Supervised)-Fahrassistenzsysteme.
Auch lesen
- Bericht: Kennedy Space Center nicht bereit für die Ära der Super-Schwerlastraketen
- GM installiert Roboter in E-Auto-Werk trotz Entlassung von 1.300 Mitarbeitern
- Welche Streamingdienste bieten 2026 kostenlose Testversionen an?
- FIFA WM 2026: Norwegen gegen Senegal kostenlos online sehen
- Prime Day 2026: Top-Angebote für Kopfhörer – Sony XM6 und AirPods Max 2 führen
Tesla, ein Unternehmen, das seine PR-Abteilung vor Jahren berühmt demontierte, brach jedoch am Montag sein übliches Schweigen. Ashok Elluswamy, Vizepräsident für KI-Software bei Tesla und erster Ingenieur des Autopilot-Teams seit 2014, meldete sich auf X zu Wort, um eine gänzlich andere Darstellung der Daten zu liefern. Er schrieb: „In diesem Fall hat der Fahrer den Autopiloten manuell übersteuert, indem er das Gaspedal in diesem Wohngebiet zu 100 % durchgedrückt hat. Sie erreichten eine Geschwindigkeit von 73 mph während des Unfalls und hatten das Gaspedal auch nach dem Unfall noch durchgedrückt.“ Die Implikation war, dass, welches System auch immer aktiviert gewesen sein mag, ein menschlicher Fuß am Gaspedal bei voller Leistung für das Geschehen verantwortlich war, nicht das Auto.
Behördliche Ermittlungen
Elon Musk verstärkte Elluswamys Aussage auf seinem eigenen X-Account kurz darauf: „Diese [Behauptung] ergibt keinen Sinn. FSD fährt langsam durch Nachbarschaftsstraßen und dies war ein Hochgeschwindigkeitsunfall!“ Tesla stellte den Autopiloten, sein grundlegendes Fahrassistenzsystem, im Januar ein, nachdem ein Gericht in Kalifornien entschieden hatte, dass der Name irreführend für Verbraucher sei. Full Self-Driving (Supervised), das ein monatliches Abonnement von 99 US-Dollar erfordert, übernimmt Fahrermanöver wie Routennavigation, Lenkung, Spurwechsel und Parken, erfordert aber dennoch, dass der Fahrer das System jederzeit aktiv überwacht.
Verwandte Nachrichten
- Eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten bedrohen die globale Stabilität
- Globale Wirtschaft steht vor komplexen Herausforderungen: Inflation, Geopolitik und technologische Innovation
- Globale Wirtschaftslage: Navigieren durch anhaltenden Gegenwind inmitten vorsichtigen Optimismus
- Globaler Wirtschaftsausblick: Geopolitische Herausforderungen und volatile Prognosen
- Globales Wirtschaftsforum endet mit Aufruf zu geeintem Handeln angesichts wachsender Herausforderungen
In jedem Fall scheinen die Bundesbehörden entschlossen zu sein, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) bestätigte TechCrunch am Montag, dass sie eine spezielle Unfalluntersuchung eingeleitet habe. Die Untersuchung ist Berichten zufolge die neueste von über 40 solchen Untersuchungen, die die Behörde seit Jahren zu Tesla-Unfällen mit mutmaßlich fortgeschrittenen Fahrassistenzsystemen gestartet hat. Das Sheriff's Office des Harris County teilte mit, dass es seine Ergebnisse dem örtlichen Bezirksstaatsanwalt vorlegen werde, um zu entscheiden, ob strafrechtliche Anklagen gerechtfertigt sind. Ob das Autopilot-System tatsächlich aktiv war, übersteuert wurde oder fehlerhaft funktionierte, wird wahrscheinlich erst gelöst sein, wenn die Ermittler die Datenprotokolle des Fahrzeugs vollständig ausgewertet haben.