Europa – Ekhbary Nachrichtenagentur
Ein Meinungsartikel in der New York Times, verfasst von Alexander Gabuyev, warnt vor einer bevorstehenden, gefährlichen Sicherheitsperiode für Europa und die NATO. Dies basiert auf den Ergebnissen einer simulierten Kriegsübung, in der der Autor die Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin übernahm.
Auch lesen
→ Irans geheimes Finanznetzwerk: Modschtaba Chameneis Spuren führen bis nach Deutschland→ Barcelona befürchtet Worst-Case-Szenario bei Lamine Yamal-Verletzung→ Wissenschaftsgeschichte: 'Vater der modernen Genetik' Gregor Mendel beschreibt seine Erbsenpflanzen-Experimente und beweist, dass Vererbung in diskreten Einheiten übertragen wirdErgebnisse der Simulation
Laut Gabuyev endete das Szenario mit einem russischen Sieg, der zu erheblichen Zugeständnissen der Vereinigten Staaten und einer Neugestaltung der europäischen Sicherheitsstruktur zugunsten Moskaus führte, obwohl dies in einem virtuellen Rahmen geschah. Die Simulation, die von der „Welt“ in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr organisiert wurde, zielte darauf ab, die Bereitschaft Berlins für eine Sicherheitskrise infolge russischer Aggression und nachlassendem US-Engagement zu testen. Die Ergebnisse waren alarmierend und zeigten die Realität eines möglichen russischen Angriffs auf, insbesondere angesichts der Auswirkungen des Krieges im Iran, die Moskau zusätzliche Vorteile verschafften und die westliche Spaltung vertieften.
Details des Szenarios und westliche Reaktionen
Das Szenario ging davon aus, dass Russland nach einem Waffenstillstand mit der Ukraine Vergeltung für die europäische Unterstützung Kiews sucht. Moskau mobilisierte Truppen in Belarus und Kaliningrad und eroberte strategisch einen Korridor in Litauen unter dem Vorwand eines humanitären Korridors. Diese Operation wurde von intensivem Drohneneinsatz, Minenfeldern und verstärkter Medien- und medizinischer Präsenz begleitet, um die Kosten einer NATO-Reaktion zu erhöhen. Russland trat in Verhandlungen mit dem Weißen Haus ein und forderte einen Rückzug der militärischen Infrastruktur des Bündnisses und dessen Nicht-Erweiterung, wobei die Gefahr einer nuklearen Eskalation angedroht wurde. Angesichts der bevorstehenden Midterm-Wahlen bevorzugte die US-Administration Verhandlungen, während Deutschland auf den Einsatz militärischer Kapazitäten verzichtete. Dies führte zu einer Lähmung des Bündnisses und untergrub das Prinzip der kollektiven Verteidigung.