Iran - Ekhbary Nachrichtenagentur
Iran: Neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei schwört "unerbittliche Rache" und hält regionalen Druck aufrecht
Teheran, Iran – In einem Kontext erhöhter regionaler Spannungen, die durch einen anhaltenden Konflikt angeheizt werden, hat Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, seine allererste öffentliche Botschaft übermittelt, eine Rede, die von Entschlossenheit und Drohungen mit "Rache" geprägt ist. Diese Botschaft, die am Donnerstag vom Staatsfernsehen ausgestrahlt und von einer Sprecherin verlesen wurde, markiert Mojtaba Khameneis erste offizielle Kommunikation seit seiner Nachfolge seines Vaters, Ali Khamenei, der am ersten Tag der Feindseligkeiten tragisch ums Leben kam. Die Ankündigung dieser Rede erfolgt, obwohl der neue Führer noch keinen öffentlichen Auftritt hatte, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand anheizt, zumal er selbst bei dem Angriff, der seinem Vorgänger das Leben kostete, verwundet worden sein soll. Das genaue Ausmaß seiner Verletzungen bleibt unbekannt und fügt dieser kritischen Periode für die Islamische Republik eine Schicht der Unsicherheit hinzu.
Der Kern von Mojtaba Khameneis Botschaft ist ein feierliches Versprechen der Vergeltung. Er schwor, die Opfer der "israelisch-amerikanischen Angriffe" zu rächen, und betonte, dass "ein begrenzter Teil dieser Rache bisher umgesetzt wurde, aber solange sie nicht vollständig durchgeführt wird, wird dies eine unserer Prioritäten bleiben." Diese feste Erklärung steht im Einklang mit der iranischen Politik des Widerstands gegen das, was sie als externe Aggressionen wahrnimmt, und lässt eine potenzielle Eskalation der Vergeltungsmaßnahmen in der Region erahnen.
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Über die Rache hinaus hob der 56-jährige Oberste Führer eine Schlüsselstrategie für Iran hervor: die Blockade der Straße von Hormus. Dieser für den globalen Ölhandel lebenswichtige Seeweg ist seit langem ein Druckmittel für Teheran. Mojtaba Khamenei bestand auf der absoluten Notwendigkeit, diesen "Hebel" zu nutzen, und erklärte, dass seine fortgesetzte Blockade "erhebliche und globale" Störungen in der Ölversorgung verursache. Diese Drohung ist nicht neu, aber ihre erneute Bekräftigung durch den neuen Obersten Führer sendet ein klares Signal an die internationalen Märkte und westlichen Mächte. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte übrigens kurz vor diesen Ereignissen die Notwendigkeit, Iran – das er als "Reich des Bösen" bezeichnete – zu stoppen, mit der Frage der Ölpreise in Verbindung gebracht und damit die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Strategie anerkannt.
Mojtaba Khamenei nutzte die Gelegenheit seiner ersten Rede auch, um den "Kämpfern der Achse des Widerstands" im Jemen, Libanon und Irak seine "aufrichtige Dankbarkeit" auszudrücken. Dieses Netzwerk von Verbündeten und bewaffneten Gruppen, die vom Iran unterstützt werden, ist eine Säule des regionalen Einflusses Teherans und ein wesentliches Instrument seiner Abschreckungspolitik. Der Aufruf an diese Gruppen unterstreicht die Bedeutung von Einheit und Koordination im Kampf gegen die Gegner Irans.
In einer direkten Geste gegenüber den Golfstaaten forderte der Oberste Führer seine Nachbarn auf, die amerikanischen Militärbasen zu schließen, die sie auf ihrem Boden beherbergen. Diese in der iranischen Rhetorik wiederkehrende Forderung zielt darauf ab, die amerikanische Militärpräsenz in der Region zu schwächen und die Souveränität der Golfstaaten zu bekräftigen. Die Länder der Region haben jedoch oft iranische Behauptungen zurückgewiesen, dass die seit Beginn des Konflikts entsandten Raketen und Drohnen nur amerikanische Ziele ins Visier nehmen, und betonen das Risiko einer Eskalation und Destabilisierung für den gesamten Nahen Osten.
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Die Ernsthaftigkeit der Situation wurde durch die Ereignisse nach der Verlesung der Rede noch verstärkt. Die Revolutionsgarden, Irans Elitetruppe, kündigten an, Angriffe auf amerikanische und israelische Ziele gestartet zu haben, und erklärten, dies sei eine "Hommage" an den verstorbenen Ali Khamenei und seine Familie. Diese konkreten Aktionen, die parallel zur Erklärung des neuen Führers durchgeführt wurden, verdeutlichen die Entschlossenheit Teherans, Worten Taten folgen zu lassen und eine aggressive Haltung gegenüber seinen designierten Feinden beizubehalten. Die internationale Gemeinschaft beobachtet mit wachsender Besorgnis die Entwicklung dieses Konflikts und befürchtet, dass eine unkontrollierte Eskalation die Region in eine noch tiefere Krise stürzen könnte.