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Friday, 13 February 2026
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Keir Starmer China Besuch: Britischer Premier in Peking

Keir Starmer China Besuch: Britischer Premier in Peking
Ekhbary Editor
2 weeks ago
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Deutschland - Nachrichtenagentur

Der Keir Starmer China Besuch markiert einen wichtigen Schritt in den Beziehungen zwischen London und Peking. Der britische Premierminister Keir Starmer ist in China eingetroffen, der ersten Reise eines Regierungschefs Großbritanniens seit dem Jahr 2018. Diese Visite erfolgt in einer Zeit verstärkter diplomatischer Bemühungen Chinas, seine Beziehungen zu westlichen Staaten zu intensivieren, insbesondere angesichts der komplexen Dynamiken mit den Vereinigten Staaten.

Starmer traf am Mittwoch mit einer Wirtschaftsdelegation in Peking ein. Die dreitägige Reise zielt darauf ab, die politischen und wirtschaftlichen Bindungen zwischen den beiden Ländern zu festigen. Dies geschieht, obwohl die vergangene Dekade von erheblichen Spannungen geprägt war und die Beziehungen zwischen westlichen Staaten und den USA unter Donald Trump zunehmend angespannt sind.

Der Keir Starmer China Besuch und seine Bedeutung

Starmer, der von einigen Gegnern in Großbritannien kritisiert wurde, weil er keine härtere Linie gegenüber China vertrete, betonte die Notwendigkeit, wachsam gegenüber Sicherheitsbedrohungen zu bleiben. Gleichzeitig könne man es sich nicht leisten, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu ignorieren.

„Es ergibt keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken, wenn es um China geht; es ist in unserem Interesse, uns zu engagieren“, erklärte Starmer Reportern auf dem Flug nach China. „Dies wird eine wirklich wichtige Reise für uns sein, und wir werden echte Fortschritte erzielen.“

Nach mehreren Jahren, insbesondere während der COVID-Pandemie, in denen die chinesische Regierung nur wenige ausländische Besuche empfing und anfragte, hat Peking in den letzten Monaten eine Reihe westlicher Staats- und Regierungschefs eingeladen. Zu den Delegationen, die im Winter China besuchten, gehören Vertreter aus Frankreich, Südkorea, Irland und Finnland.

Chinas diplomatische Offensive

Diese diplomatische Offensive verdeutlicht Chinas Bestreben, seine internationalen Beziehungen neu auszurichten und zu festigen. Die Besuche von hochrangigen westlichen Persönlichkeiten signalisieren eine Bereitschaft beider Seiten, trotz bestehender Differenzen den Dialog aufrechtzuerhalten und Bereiche der Zusammenarbeit auszuloten.

  • Im Winter besuchten bereits Delegationen aus Frankreich, Südkorea, Irland und Finnland China.
  • Der kanadische Premierminister Mark Carney war nur Tage vor seiner Rede in Davos dort.
  • Ende Februar wird der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz in die chinesische Hauptstadt reisen.

Der Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney kurz vor seiner scharfen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos, die unmissverständliche Seitenhiebe auf Trump enthielt, sorgte für Aufsehen. Trump drohte daraufhin mit exorbitant hohen Zöllen auf Kanada, sollte Carney ein während seines Besuchs ausgehandeltes bilaterales Abkommen umsetzen – wenngleich diese Drohung nur in einem seiner oft übertriebenen Social-Media-Posts erschien.

Ende Februar steht dann die Reise des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz nach Peking an, sofern die Zeitpläne eingehalten werden. Dieser diplomatische Wirbel folgt auf einen Zoll- und Handelsstreit zwischen China und den USA im vergangenen Jahr, bei dem Peking einen US-Rückzieher relativ schnell erzielen konnte. Zudem ist ein geplanter Trump-Besuch in China für Anfang April angesetzt.

Gespräche und Herausforderungen

Der Labour-Premierminister Starmer wird am Donnerstag Gespräche mit Präsident Xi Jinping und Premierminister Li Qiang führen. Am Freitag reist er mit einer Delegation von etwa 60 Vertretern aus Wirtschaft, Sport und Kultur in die Finanzmetropole Shanghai, um dort Gespräche mit lokalen Führungskräften zu führen.

Die kürzliche Entscheidung zum Bau einer neuen, massiven chinesischen Botschaft in London hatte in Starmer's Heimat bereits Kritik hervorgerufen. Darüber hinaus könnte die anhaltende Unterdrückung der Freiheiten in Hongkong, einer ehemaligen britischen Kolonie bis 1997, ein Streitpunkt sein. Starmer weigerte sich jedoch, sich dazu zu äußern, ob er die jüngste Verurteilung des Medienmoguls Jimmy Lai oder andere rechtliche und demokratische Fragen während seines Besuchs ansprechen würde.

Er versuchte auch, die Befürchtungen herunterzuspielen, dass der China-Besuch die Beziehungen zu den USA gefährden könnte, und die von Carney in Davos angesprochene Idee, dass mittlere Mächte eine größere Rolle bei der Begrenzung des Einflusses der Großmächte spielen sollten.

„Ich bin ein Pragmatiker, ein britischer Pragmatiker, der gesunden Menschenverstand anwendet“, sagte der erste Premierminister seit Theresa May im Jahr 2018, der China besucht. Seine pragmatische Haltung spiegelt den Wunsch wider, eine ausgewogene Außenpolitik zu verfolgen, die sowohl nationale Interessen als auch globale Realitäten berücksichtigt. Die Reise unterstreicht die Komplexität moderner Diplomatie, bei der Wirtschaft, Sicherheit und Menschenrechte oft in einem empfindlichen Gleichgewicht gehalten werden müssen.

Die langfristigen Auswirkungen dieses Besuchs auf die britisch-chinesischen Beziehungen und die breitere globale Geopolitik bleiben abzuwarten. Es ist jedoch klar, dass Starmer mit diesem Schritt die Bedeutung Chinas als globalen Akteur anerkennt und versucht, einen Weg der konstruktiven Zusammenarbeit zu finden, der nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen umfasst.

Nachrichtenagentur